Projekte

Projekte aus Forschung und Versorgung

Hier stellen wir NIKI-bezogene Projekte aus Forschung und Versorgung vor, die derzeit im Ruhrgebiet durchgeführt werden. Bearbeiten Sie ein spannendes Projekt? Dann kontaktieren Sie uns. Gerne stellen wir Ihre Informationen auf die NIKI-Homepage!

Sie interessieren sich für Kinder- und Jugendgesundheit im Ruhrgebiet? Besuchen Sie unsere Website  www.gesund-aufwachsen.ruhr.

Übersicht aller Projekt mit NIKI Beteiligung

Adipositas: Obeldicks

Übergewicht ist die häufigste ernährungsbedingte Krankheit bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland − mit allen negativen Begleiterscheinungen für Knochen und Gelenke, Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel. Zur Therapie von ernährungsbedingtem Übergewicht hat die Abteilung für Ernährungsmedizin (LINK) an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln das Schulungsprogramm „Obeldicks“ entwickelt. Ziel von Obeldicks ist nicht nur eine Gewichtsreduktion, sondern auch die Vorbeugung von Folgeerkrankungen des Übergewichtes, vor allem aber eine Verbesserung der Lebensqualität der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen. Die Schulung beruht auf den drei Säulen Ernährungstherapie, Bewegungstherapie und Verhaltenstherapie. Das Obeldicks-Team besteht aus Kinder- und Jugendärzten, Psychologen, Oecotrophologen (Ernährungswissenschaftlern) und Motopäden (speziellen Bewegungstherapeuten). Ein Schwerpunkt des Programms ist auch die intensive Elterneinbindung. Dieses Projekt ist mit mehr als 10 nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Gesundheitspreis des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftspreis der Ersatzkrankenkassen im Bereich Prävention.

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Molekulare Mechanismen der Adipositas (NGFN-PLUS)

Ziel dieses Verbundes war die Identifizierung von Genen/Allelen, die zu Adipositas prädisponieren und ihre nachfolgende Evaluation in epidemiologischer, entwicklungsbiologischer, klinischer, funktioneller und therapeutischer Hinsicht. Unter Verwendung von GWAS (genome wide association studies)-Daten wurden  neue Polygene identifiziert, parallel Studien an Nagern weiter geführt und ein Teilprojekt „Proteomik“ in den Arbeitsblock aufgenommen. Die gewonnenen Befunde wurden im Anschluss validiert und die Relevanz der detektierten Allele in epidemiologischen und adipositas-spezifischen Studiengruppen bewertet, wobei Entwicklungsaspekte im Vordergrund standen. Des Weiteren konnte das Konsortium den Einfluss genetischer Varianz auf den Therapieerfolg verschiedener Maßnahmen zur Gewichtsreduktions untersuchen. Funktionelle Studien haben die Implikationen der detektierten genetischen Varianten mittels in vitro- und in vivo-Modellen beleuchtet; Studien an der Fto Knock-out Maus ermöglichten dabei die Analyse des Adipositas-Polygens mit der bis dahin größten bekannten Effektstärke.

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Identifizierung humaner Adipositasgene mit einem Fokus auf Entwicklungsaspekten (NGFN-TP1)

Das Ziel des Teilprojektes des o. a. Verbundes ist die Identifizierung von genetischen Varianten, die sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen zu Adipositas prädisponieren. Die Identifizierung von Genen erfolgte in diesem Teilprojekt hauptsächlich durch genomweite Assoziationsstudien (GWAS). Die Arbeitsgruppe in Essen konnte zeigen, dass Personen, die funktionsrelevante Mutationen im MC4R Gen tragen, durchschnittlich um 15 (Männer) bis 30 kg (Frauen) schwerer sind. Das MC4R-Gen kodiert für einen Rezeptor im Hypothalamus, der eine zentrale Rolle im Regelkreis der Energie-Homöostase besitzt.

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Kompetenznetz Adipositas

Das Kompetenznetz Adipositas verbindet bundesweit Experten im Bereich Adipositas. Im Netzwerk organisierte Verbünde erforschen Ursachen und Risikofaktoren für die Entstehung der Adipositas und entwickeln und überprüfen neue Therapien und Präventionsstrategien. Das Kompetenznetz stellt fundierte und verständliche Informationen für Ärzte, Verbände, Medien und Betroffene bereit. Damit sorgt das Netzwerk für eine Vernetzung und Stärkung der Adipositasforschung in Deutschland, für einen verbesserten Wissenstransfer der medizinischen Forschung und für eine bessere Versorgung der Betroffenen.

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Medizinische und psychosoziale Folgen der extremen Adipositas bei Jugendlichen – Akzeptanz und Wirkung einer strukturierten Versorgung: Die JA-Studie

Jugendliche mit extremer Adipositas haben ein erhöhtes Risiko für eine frühe Mortalität, für zahlreiche somatische Folgeerkrankungen, psychische Erkrankungen und für eine soziale Isolation einschließlich Arbeitslosigkeit, die sich aufgrund funktioneller Beeinträchtigungen und Stigmatisierungen entwickelt. Trotz dieser bekannten Folgen der extremen Adipositas im Jugendalter und den häufigen erkennbaren (z.B. orthopädische Erkrankungen) und nicht erkennbaren (z.B. Hypertonie) Komorbiditäten, sind diese Jugendliche medizinisch schwer zu erreichen und zu behandeln. Nur ein kleiner Prozentsatz der Patienten sucht aktiv nach einer Behandlung. Die Gründe hierfür sind unklar und liegen vermutlich in dem jungen Alter, einer überwiegend niedrigen Bildung und einem niedrigen Sozialstatus der Betroffenen sowie in funktionellen Beeinträchtigungen infolge eingeschränkter körperlicher Mobilität und psychischen Begleiterkrankungen. Erfolglose Versuche Gewicht abzunehmen, entweder alleine und/oder mit medizinischer Betreuung, könnten zudem zu Frustration geführt haben.

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Genome-wide association study for attention deficit/hyperactivity disorder (DFG)

Genome wide association studies (GWAS) recently led to the identification of various polygenes for different complex disorders. Heritability for attention-deficit/hyperactivity disorder (ADHD) is high (approximately 0.8). We had previously performed genome wide linkage scans for ADHD. For the peak region on chromosome 5p we found linkage and association to the dopamine transporter gene. Here we aim to identify additional genes relevant for ADHD by a systematic GWAS approach in 808 young patients (here we apply for funding of 450 of these) and 2,144 epidemiological controls (n=1,644 from KORA and n=500 from POPGEN). The 50 best single nucleotide polymorphisms (SNPs) identified by the GWAS and the 20 best copy number polymorphisms (CNPs) will be chosen for confirmation in 2,200 additional independent ADHD trios, provided by co-operation partners and in 600 adult patients with ADHD. Subsequently, we will analyze the validated SNPs/CNPs in silico e.g. for haplotype structure and functional implications.

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LARGE-Verbund

Ziel des Verbund-Projektes LARGE (2008 – 2012) war es, primäre Einflussfaktoren und Mechanismen in der Ätiologie und Pathogenese der Adipositas im Kindesalter sowie deren Folgeerscheinungen zu identifizieren, um daraus evidenzbasierte Strategien für die Prävention und Intervention zu entwickeln. In einem wissenschaftlichen, multizentrischen, interdisziplinären Ansatz wurden endogene (Fettgewebe, genetisch, perinatal) und exogene (Migrationshintergrund, psychosozial) Einflussfaktoren auf die Entwicklung der kindlichen Adipositas in unterschiedlichen Kohorten untersucht. Der Ansatz basierte auf einer zentralen wissenschaftlichen Plattform und Datenbank, die auf Grundlage des existierenden APV-Kinder-Adipositas-Registers weiterentwickelt wurde (APV-LARGE). In diese wurden die identifizierten Einflussfaktoren integriert und longitudinal multizentrisch auf klinische Relevanz überprüft. Es sollten klinisch relevante Prädiktoren und Ansatzpunkte für die Entwicklung von Adipositas und eine erfolgreiche Intervention identifiziert werden. Auf Grundlage der Ergebnisse werden nationale Leitlinien für das Management für kindliche Adipositas entwickelt.

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ADHS: Forschungsnetz zu psychischen Erkrankungen – Verbund ESCAlife

Evidence-based, Stepped Care of ADHD along the life-span (ESCA-life) ist ein vom BMBF geförderter Forschungsverbund mit neun universitären kinderpsychiatrischen und erwachsenenpsychiatrischen Zentren (Bochum, Köln, Freiburg, Mannheim, Marburg, Rostock, Saarland, Tübingen und Würzburg). Das Projekt hat folgende Ziele:

  1. Behandlungsansätze für ADHS über die Lebensspanne, zu entwickeln, um passgenaue Angebote für verschiedene Altersstufen anbieten zu können.
  2. Einen Therapie-Algorithmus zu etablieren, der von der frühzeitigen Prävention und niedrigschwelligen Interventionen bis hin zum umfangreichen multimodalen Behandlungskonzept reicht und damit das gesamte klinische Spektrum der ADHS und begleitender Störungen berücksichtigt.
  3. Ein stufenweises Herangehen (stepped care) zur Verbesserung der Therapiewirkung entwickeln und dessen Effizienz überprüfen.
  4. Die Therapieangebote in Dauer und Intensität an Verlauf und individuelle Beeinträchtigung des Betroffenen anpassen.

Interessierte Eltern können sich an die LWL-Universitätsklinik Hamm wenden. Ansprechpartner ist das Forschungssekretariat der Klinik daniela.pingel@wkp-lwl.org.

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ADHS: Untersuchung des L-Arginin-NO-Stoffwechsels

Im Metabolicum Ruhr wird aktiv auf dem Gebiet der angeborenen Stoffwechselerkrankungen geforscht, um die therapeutischen Möglichkeiten für die Patienten zu optimieren. Ein Schwerpunkt ist die Untersuchung des L-Arginin-NO-Stoffwechsels, insbesondere auch bei Kindern mit ADHS. Erste Daten an kleinen Patientenkollektiven zeigten metabolische Veränderungen bei von ADHS betroffen Personen mit erhöhtem oxidativen Streß und Veränderungen der NO-Synthetase (NOS). ADMA, ein endogener Antagonist der NO-Synthase gilt als kardiovaskulärer Risikofaktor. Patienten mit ADHS zeigen ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, welches sich durch die Einnahme von Stimulantien möglicherweise noch weiter erhöht.

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Allergie Centrum Ruhr

Das Allergie Centrum Ruhr der Ruhr-Universität Bochum ist ein Zusammenschluss von vier Kliniken und einer Forschungsabteilung mit dem Ziel, Patientenversorgung, Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Allergologie zu optimieren.

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ADHS: German Asthma Net e.V. (GAN)

Das German Asthma Net e.V. beschäftigt sich vorwiegend mit schwerem Asthma bronchiale. Über Ursachen und Krankheitsmechanismen, natürlichen Verlauf und Prognose des schweren Asthma bronchiale ist bisher nur wenig bekannt. GAN wendet sich an alle Ärztinnen und Ärzte, die Patienten mit schwerem Asthma versorgen, und an alle interessierten Patienten. Ziele des Vereins sind die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens im Zusammenhang mit schwerem Asthma. Dazu gehört insbesondere die Optimierung der medizinischen Versorgung und Behandlung von Patienten mit schwerem Asthma sowie die Aufklärung und Information der Bevölkerung über dieses Krankheitsbild.

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ADHS: ALK GT-21

Spezifische Immuntherapie (GRAZAX®) bei allergischer Rhinokonjunktivitis ausgelöst durch Gräserpollen bei Kindern von 5-12 Jahren. Untersucht wird der Effekt der sublingualen Immuntherapie (SLIT) auf das Risiko der Entstehung von Asthma.

ADHS: Presto

Studie zur Prüfung des immunologischen Nutzens und der klinischen Effekte einer Eliminationsdiät mittels einer Aminosäuren- Säuglingsnahrung (AAF) mit prä-/probiotischen Zusätzen bei Kindern mit Kuhmilchallergie. Kinder  bis zum 13.Lebensmonat mit nachgewiesener Kuhmilcheiweißallergie bekommen 1 Jahr Intervention

ADHS: HIPP

Eignung von Säuglingsanfangsnahrung mit reduziertem Proteingehalt aus einem schwachen Proteinhydrolysat mit und ohne Pro- und Präbiotik für die Ernährung von Säuglingen. Untersucht wird der Effekt auf die Entstehung von Allergien und Adipositas.

ADHS: APPLES

Untersuchung der langfristigen Sicherheit von Tacrolimus-salbe 0,03% oder 0,1% bei der Behandlung von Patienten mit Atopischer Dermatitis – hinsichtlich des Risikos der Entstehung einer kutanen oder systemischen Krebserkrankung.

ADHS: AUSTRI/VESTRI

Untersuchung der Sicherheit und Wirksamkeit einer inhalativen Kombinationstherapie aus langwirksamen Beta-Mimetikum und Kortison bei Kinder mit Asthma bronchiale von 4-11 und >12 Jahre.

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Heinz Nixdorf Recall MehrGenerationen Studie

Durch die Heinz Nixdorf Recall MehrGenerationenStudie sollen neue Erkenntnisse darüber gewonnen werden, inwieweit die vielfälitgen positiven und negativen Einflüsse auf Gesundheit sowohl bei Eltern als auch bei Kindern in ähnlicher Form auftreten und wirken. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Daneben werden auch andere wichtige Aspekte der Gesundheit untersucht. Die Studie eröffnet die Chance, auch chronische Erkrankungen mit ihrer komplizierten und langen Entstehungsgeschichte besser als bisher zu verstehen.

Nationale Kohortenstudie

Ein Netzwerk deutscher Forschungseinrichtungen aus der Helmholtz-Gemeinschaft, den Universitäten, der Leibniz-Gemeinschaft und der Ressortforschung hat deutschlandweit die Initiative für den Aufbau einer groß angelegten Langzeit-Bevölkerungsstudie ergriffen, um

  • die Ursachen von Volkskrankheiten wie z.B. Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes, Demenzerkrankungen und Infektionskrankheiten aufzuklären,
  • Risikofaktoren zu identifizieren,
  • Wege einer wirksamen Vorbeugung aufzuzeigen
  • sowie Möglichkeiten der Früherkennung von Krankheiten zu identifizieren.

In dieser (Kohorten-)Studie werden 200.000 Menschen im Alter von 20-69 Jahren aus ganz Deutschland medizinisch untersucht und nach Lebensgewohnheiten (z.B. körperliche Aktivität, Rauchen, Ernährung, Beruf) befragt. Darüber hinaus werden allen Studienteilnehmern Blutproben entnommen und für spätere Forschungsprojekte in einer zentralen Bioprobenbank gelagert. Nach 5 Jahren werden alle Teilnehmer erneut zu einer Untersuchung und zweiten Befragung in die Studienzentren eingeladen. Im Laufe der Nachbeobachtung über 10-20 Jahre werden bei einigen Teilnehmern naturgemäß bestimmte Erkrankungen auftreten, die dann mit den erhobenen Daten in Verbindung gebracht werden können. Die Studie bietet damit ein einzigartiges Potential für eine Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen. Daraus kann die Forschung wertvolle Erkenntnisse darüber gewinnen, wie

  • genetische Faktoren,
  • Umweltbedingungen,
  • soziales Umfeld und
  • Lebensstil

bei der Entstehung von Krankheiten zusammenwirken. Aus den Erkenntnissen sollen Strategien für eine bessere Vorbeugung und Behandlung der wichtigsten Volkskrankheiten abgeleitet werden.

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Regionales Innovationsnetzwerk an der Ruhr „Kinder- und Jugendgesundheit durch erfolgreiches Präventionsmanagement“

Seit April 2014 unterstützt das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW ein regionales Innovationsnetzwerk (RIN), das sich im Ruhrgebiet mit der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen befasst und Innovationen für ein erfolgreiches Präventionsmanagement befördern will. Die Aufgabe des RINs besteht darin, Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven der Prävention im Kindes- und Jugendalter mit den verschiedenen Akteursgruppen analytisch aufzuarbeiten, gemeinsame Handlungsperspektiven zu entwickeln und vielversprechende Projektansätze für die Verbesserung des regionalen Präventionsmanagements zu befördern. Medizinisch-soziale Kooperationen sind dabei der vom RIN verfolgte zentrale Ansatzpunkt für erfolgreiche Prävention, die über das Kindes- und Jugendalter hinaus eine nachhaltige Wirkung für den weiteren Lebensverlauf entfalten soll. Die Federführung liegt bei MedEcon Ruhr – im Zusammenwirken mit Einrichtungen und Professionen aus dem gesamten Gesundheits- und Sozialwesen. Das RIN ist Teil der Landesforschungsstrategie „Fortschritt NRW “.

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