IMIBE

Das Institut für Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE) der Universität Duisburg-Essen ist im NIKI-Projekt für die Studienvorbereitung, -unterstützung und –auswertung zuständig. Das IMIBE besitzt langjährige Erfahrung in der Planung, Durchführung und Qualitätssicherung klinischer und epidemiologischer Studien. Dazu gehört die Planung von Studien nach Good Epidemiological Practice (GEP) und Good Clinical Practice (GCP). Prof. Jöckel ist Direktor des IMIBE und Principal Investigator großer epidemiologischer Studien, darunter der Heinz-Nixdorf-Recall-Studie.

Im Rahmen der Nationalen Kohorte ist er Projektleiter für die in Essen laufende Teilstudie mit 10.000 Probanden und auf nationaler Ebene Wissenschaftlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender des Vereins Nationale Kohorte e.V. Prof. Jöckel ist außerdem Direktor des Zentrums für klinische Studien Essen (ZKSE), das Mitglied im KKS-Netzwerk (Koordinierungszentren für Klinische Studien) ist. Die Tätigkeiten des ZKSE umfassen alle Arten von Dienstleistungen in der Planung und Durchführung klinischer Studien sowie dem Datenmanagement, der Auswertung und dem Monitoring.

Universitätsklinikum Essen
Institut für medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie
Postanschrift:
Hufelandstrasse 55, 45122 Essen

Besucheranschrift:
Colonia Haus, Zweigertstr. 37, 45130 Essen
http://www.imibe.de/

Prof. Dr. rer. nat. Karl-Heinz Jöckel
Tel. +49 (0) 201 / 92239-200
k-h.joeckel@uk-essen.de

Ansprechpartner NIKI: Dr. Börge Schmidt
Tel. +49 (0) 201 / 92239-241
boerge.schmidt@uk-essen.de

Projekte mit NIKI-Bezug

Heinz-Nixdorf-Recall-Studie

Am Universitätsklinikum Essen  wird seit dem Jahr 2000 die Heinz Nixdorf Recall Studie mit zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern der Städte Bochum, Essen und Mülheim a. d. Ruhr durchgeführt. Die Studie ist eine große wissenschaftliche Untersuchung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch sie ist es erstmals möglich, den Nutzen neuartiger Untersuchungsmethoden zur Herzinfarktgefährdung in der Bevölkerung des Ruhrgebietes zu untersuchen. Recall steht für Risk Factors, Evaluation of Coronary Calcification and Lifestyle (Risikofaktoren, Erhebung koronarer Verkalkung und Lebensstil).

Heinz-Nixdorf-Recall Mehr Generationen Studie

Durch die Heinz Nixdorf Recall MehrGenerationenStudie sollen neue Erkenntnisse darüber gewonnen werden, inwieweit die vielen positiven und negativen Einflüsse auf Gesundheit in ähnlicher Form sowohl bei Eltern als auch bei Kindern auftreten und wirken. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Daneben werden auch andere wichtige Aspekte der Gesundheit untersucht. Die Studie eröffnet die Chance, auch chronische Erkrankungen mit ihrer komplizierten und langen Entstehungsgeschichte besser als bisher zu verstehen.

1000 Gehirne Studie

Kein Gehirn gleicht exakt einem anderen: Es gibt Unterschiede in der Lage und der Größe einzelner Hirnareale und dem Zusammenspiel verschiedener Hirnbereiche. Zudem verändert sich das Gehirn während der gesamten Lebensspanne. Das Ausmaß dieser Veränderungen ist für verschiedene Personen sehr unterschiedlich. In dieser Studie untersuchen deshalb Neurowissenschaftler, Psychologen und Philosophen aus Instituten in Jülich in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen an 1000 Probanden der Heinz-Nixdorf-Recall-Studie den normalen Alterungsprozess des Gehirns. Ziel ist, die charakteristischen, durchs Altern bewirkten Veränderungen der Struktur und Funktion zu erfassen und von krankheitsbedingten Einflüssen zu unterscheiden.

Nationale Kohortenstudie

Ein Netzwerk deutscher Forschungseinrichtungen aus der Helmholtz-Gemeinschaft, den Universitäten, der Leibniz-Gemeinschaft und der Ressortforschung hat deutschlandweit die Initiative für den Aufbau einer groß angelegten Langzeit-Bevölkerungsstudie ergriffen, um

  • die Ursachen von Volkskrankheiten wie z.B. Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes, Demenzerkrankungen und Infektionskrankheiten aufzuklären,
  • Risikofaktoren zu identifizieren,
  • Wege einer wirksamen Vorbeugung aufzuzeigen
  • sowie Möglichkeiten der Früherkennung von Krankheiten zu identifizieren.

In dieser (Kohorten-)Studie werden 200.000 Menschen im Alter von 20-69 Jahren aus ganz Deutschland medizinisch untersucht und nach Lebensgewohnheiten (z.B. körperliche Aktivität, Rauchen, Ernährung, Beruf) befragt. Darüber hinaus werden allen Studienteilnehmern Blutproben entnommen und für spätere Forschungsprojekte in einer zentralen Bioprobenbank gelagert. Nach 5 Jahren werden alle Teilnehmer erneut zu einer Untersuchung und zweiten Befragung in die Studienzentren eingeladen. Im Laufe der Nachbeobachtung über 10-20 Jahre werden bei einigen Teilnehmern naturgemäß bestimmte Erkrankungen auftreten, die dann mit den erhobenen Daten in Verbindung gebracht werden können. Die Studie bietet damit ein einzigartiges Potential für eine Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen. Daraus werden die Forscher wertvolle Erkenntnisse darüber gewinnen, wie

  • genetische Faktoren,
  • Umweltbedingungen,
  • soziales Umfeld und
  • Lebensstil

bei der Entstehung von Krankheiten zusammenwirken. Aus den Erkenntnissen sollen Strategien für eine bessere Vorbeugung und Behandlung der wichtigsten Volkskrankheiten abgeleitet werden.

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