Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Bochum

Die Universitäts-Kinderklinik in Bochum unter der kommissarischen Leitung von Prof. Lücke ist für die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen vom ersten Lebenstag bis zum Erreichen des Erwachsenenalters zuständig. Die Klinik verfügt über 90 stationäre Betten und versorgt jährlich ca. 4.000 stationäre und über 27.000 ambulante Fälle.

Hierfür stehen die Notfallaufnahme, das Kinderambulanzzentrum mit den Spezialambulanzen, 4 pädiatrische Stationen, eine interdisziplinäre Intensivstation sowie die neonatologische Intensivstation als Teil des Perinatalzentrums am Standort St. Elisabeth-Hospital zur Verfügung. Neben der kinderärztlichen Grundversorgung ist die Klinik schwerpunktmäßig für chronisch kranke Kinder und Jugendliche zuständig.

Die überregionalen Schwerpunkte werden in den verschiedenen Abteilungen der Kinderklinik abgebildet:

  • Allergologie/Pneumologie/Immunologie
  • Gastroenterologie
  • Diabetologie/Endokrinologie
  • Neonatologie
  • Neuropädiatrie und Stoffwechsel

Die Abteilung für Allergologie, Pneumologie und Immunologie unter der Leitung von Frau Dr. Cordula Koerner-Rettberg ist für die Versorgung von Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen mit den neuen „Volkskrankheiten“ Allergie, Asthma und Neurodermitis zuständig. Im Schwerpunkt Immunologie werden Untersuchungen des humoralen und zellulären Immunsystems angeboten. Kooperationen mit anderen Kliniken und Netzwerken im Themenbereich der NIKI-Erkrankungen sind beispielsweise:

Allergie Centrum Ruhr der Ruhr-Universität Bochum

Die Kinderklinik ist Teil des Allergie Centrums Ruhr der Ruhr-Universität Bochum, ein Zusammenschluss von vier Kliniken und einer Forschungsabteilung mit dem Ziel, Patientenversorgung, Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Allergologie zu optimieren.

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German Asthma Net e.V.

Die Kinderklinik ist Mitglied im German Asthma Net e.V. (GAN), einem Verein, der sich vorrangig mit schwerem Asthma bronchiale beschäftigt. Über Ursachen und Krankheitsmechanismen, natürlichen Verlauf und Prognose des schweren Asthma bronchiale ist bisher nur wenig bekannt. GAN wendet sich an alle Ärztinnen und Ärzte, die Patienten mit schwerem Asthma versorgen, und an alle interessierten Patienten. Ziele des Vereins sind die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens im Zusammenhang mit schwerem Asthma. Dazu gehört insbesondere die Optimierung der medizinischen Versorgung und Behandlung von Patienten mit schwerem Asthma sowie die Aufklärung und Information der Bevölkerung über dieses Krankheitsbild. Die Kinderklinik ist aktiv am Aufbau des „Registers Schweres Asthma“ beteiligt. Über die nationale Registrierung und Charakterisierung dieser Patientengruppe soll die Kenntnis über das Krankheitsbild verbessert werden, um Diagnostik und Therapie zu verbessern.

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Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum im St. Josef-Hospital
Alexandrinenstr. 5
44791 Bochum

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Prof. Dr. med. Thomas Lücke
Tel. +49 (0) 234 / 509-2686
t.luecke@klinikum-bochum.de

Ansprechpartnerin NIKI: Dr. Katrin Wand
Tel. +49 (0) 234 / 509-6653
k.wand@klinikum-bochum.de

Die Forschungsgruppe in Bochum arbeite mit Prof. Hamelmann (Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Evangelisches Krankenhaus Bielefeld) zusammen. Prof. Hamelmann führt eine DFG-geförderte Multicenterstudie zur Wirksamkeit von unspezifischen Immunmodulatoren bei Hochrisiko-Kindern durch sowie eine Pilotstudie zu den Einsatzmöglichkeiten parasitärer Immunmodulatoren. Er leitet das Allergie Centrum Ruhr, das German Asthma Net und die nationale Kohorte für Schweres Asthma. Er ist Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (DGAKI), Leiter der Arbeitsgruppe Asthma der Gesellschaft für pädiatrische Pneumologie (GPP) und Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Pädiatrischen Allergologie (GPA).
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Evangelisches Krankenhaus Bielefeld
Prof. Dr. med. Eckard Hamelmann
Grenzweg 10
33617 Bielefeld
Tel. +49 (0) 521 – 772-78059
eckard.hamelmann@evkb.de

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Klinische und grundlagenorientierte Projekte mit NIKI-Bezug

Allergologie

ALK GT-21: Spezifische Immuntherapie (GRAZAX®) bei allergischer Rhinokonjunktivitis ausgelöst durch Gräserpollen bei Kindern von 5-12 Jahren. Untersucht wird der Effekt der sublingualen Immuntherapie (SLIT) auf das Risiko der Entstehung von Asthma.

PRESTO: Studie zur Prüfung des immunologischen Nutzens und der klinischen Effekte einer Eliminationsdiät mittels einer Aminosäuren- Säuglingsnahrung (AAF) mit prä-/probiotischen Zusätzen bei Kindern mit Kuhmilchallergie. Kinder  bis zum 13.Lebensmonat mit nachgewiesener Kuhmilcheiweißallergie bekommen 1 Jahr Intervention

HIPP: Eignung von Säuglingsanfangsnahrung mit reduziertem Proteingehalt aus einem schwachen Proteinhydrolysat mit und ohne Pro- und Präbiotik für die Ernährung von Säuglingen. Untersucht wird der Effekt auf die Entstehung von Allergien und Adipositas.

Atopische Dermatitis

APPLES: Untersuchung der langfristigen Sicherheit von Tacrolimus-salbe 0,03% oder 0,1% bei der Behandlung von Patienten mit Atopischer Dermatitis – hinsichtlich des Risikos der Entstehung einer kutanen oder systemischen Krebserkrankung.

Asthma bronchiale

AUSTRI/ VESTRI:  Untersuchung der Sicherheit und Wirksamkeit einer inhalativen Kombinationstherapie aus langwirksamen Beta-Mimetikum und Kortison bei Kinder mit Asthma bronchiale von 4-11 und >12 Jahre

In der Abteilung für Neuropädiatrie (Kinderneurologie mit Sozialpädiatrie) unter der Leitung von Prof. Lücke werden junge Patienten mit angeborenen und erworbenen Störungen des zentralen und peripheren Nervensystems, einschließlich Muskelerkrankung und Stoffwechselerkrankungen, behandelt. Es gibt verschiedene Spezialsprechstunden sowie zahlreiche Kooperationen mit anderen Kliniken und Beteiligungen an Netzwerken:

Klinische und grundlagenorientierte Projekte

Im Metabolicum Ruhr wird aktiv auf dem Gebiet der angeborenen Stoffwechselerkrankungen geforscht, um die therapeutischen Möglichkeiten für die Patienten zu optimieren. Ein Schwerpunkt passend zum Themenbereich des NIKI-Projektes ist die Untersuchung des L-Arginin-NO-Stoffwechsels, insbesondere auch bei Kindern mit ADHS. Erste Daten an kleinen Patientenkollektiven zeigten metabolische Veränderungen bei von ADHS betroffenen Personen mit erhöhtem oxidativen Streß und Veränderungen der NO-Synthetase (NOS). ADMA, ein endogener Antagonist der NO-Synthase gilt als kardiovaskulärer Risikofaktor.

Patienten mit ADHS zeigen ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, welches sich durch die Einnahme von Stimulantien möglicherweise noch weiter erhöht.